Viele Dinge kann man ganz leicht selber machen, so auch die Buttermilch die ich gerne in meine Brote einarbeite.
500 g Sojamilch
2 EL Apfelessig
In die Sojamilch rührt ihr den Apfelessig ein und lasst diesen 10 – 15 Minuten stehen. Die Sojamilch gerinnt etwas und wird dicker und säuerlich, der Zimt verleiht unserer Buttermilch das gewisse etwas.
Croissants are like donuts that went to college and made something of themselves.
William Shakespeare
Das Croissant, Hörnchen, Beugel, Kipferl oder auch Cornetto ist ein Gebäck aus leicht gesüßtem, eihaltigen Plunderteig. In vielen Lehrbüchern steht, dass gute Croissants eine mattglänzende, zarte, rösche Kruste und eine blättrige Krume aufweisen sollen.
Croissants kann man immer essen aber am Besten schmecken sie zum Frühstück 🙂 .
In meiner Heimat, dem schönen Österreich, findet man sie auch ähnlich als Kipferl, aber ursprünglich ist es ein Gebäck aus einfachem Germteig in Hörnchenform und wurde noch 1894 in einem gastronomischen Lexikon als Hefegebäck bezeichnet.
Es ist umstritten, ob diese mit Croissants gleichgesetzt werden können.
Croissants werden in vielen Bäckereien auch pikant mit Käse überbacken oder mit Käse und Schinken gefüllt angeboten. Daneben wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz das Croissant als süße Variante mit Schokoladen- oder Nougatfüllung als Schokocroissant verkauft.
So viel dazu.. und hier mein Rezept 🙂
400 g Mehl (Typ 700) 10 g frische Germ 150 ml Wasser etwas Salz 35 g Zucker 355 g Butter oder für vegane Croissant pflanzliche Magarine) 8 g Salz
250 g Mehl in eine große Schüssel geben und in der Mitte eine kleine Mulde formen. Die Germ in kleine Stücke zerteilen, in die Mulde füllen und mit 150 ml lauwarmem Wasser befeuchten. Zum auflösen gebe ich immer Salz und Zucker in das lauwarme Wasser.
55 g weiche Butter in kleinen Stücken in den Teig einkneten.
Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen und mit einem Nudelholz zu einem rechteckigen, ca. 2 cm dicken Fladen ausrollen.
Nun den Fladen mit Frischhaltefolie bedecken und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
In der Zwischenzeit wird ein weiterer Teigfladen hergestellt. Dafür 300 g Butter mit 150 g Mehl in einer Schüssel vermengen und den Teig gut durchkneten.
Den Teig zu einem rechteckigen Fladen ausrollen, dieser sollte ungefähr halb so groß wie der Erste sein. Den Fladen ebenfalls mit Frischhaltefolie bedeckt für 30 Minuten im Kühlschrank platzieren.
Nach der Pause geht es dann auch eifrig weiter 🙂 .
Beide Teiglinge können nun aus dem Kühlschrank genommen werden. Breite das erste Rechteck auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus. Lege das zweite Rechteck so über das erste, dass es die Hälfte davon bedeckt.
Schlage nun die andere Hälfte des ersten Rechtecks darüber, sodass es den zweiten komplett umschließt. Drücke die Ränder gut zusammen, damit sie sich nicht mehr lösen.
Nimm alle vier Ecken des Teiges und klappe sie zur Mitte hin. Drücke sie dort etwas fest und rolle den Teig gleichmäßig aus.
Wiederhole diesen Vorgang ein zweites Mal.
Nun den Teig wieder in eine Frischhaltefolie wickeln und für eine weitere Stunde kalt stellen. Wir befinden uns nun in der Zielgerade :)
Ihr könnt den Teig nun ausrollen und in lange Dreiecke schneiden. Das Gute an diesem Teig ist, ihr müsst nicht alles sofort verarbeiten, denn man kann den Teig gut einfrieren.
Nun wird das Dreieck genauso wie bei den Kipferl geformt. Die einzelnen „Stücke“ jetzt von der breiten zur schmalen Seite hin locker aufrollen.
Die Croissants gleichmäßig auf zwei Backblechen verteilen und dabei genug Abstand zwischen den einzelnen Teilchen lassen, da diese noch ein wenig wachsen 🙂 .
Das Eigelb mit etwas Wasser, Zucker und Salz verquirlen und jedes Croissant ausreichend bestreichen.
Für ca. 20 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) goldgelb backen.
Genau so stelle ich mir einen kleinen Elefanten vor der so gerne einschlafen möchte und das Geburtstagskind hat sich sehr gefreut.
Kleinigkeiten sind es, die Perfektion ausmachen, aber Perfektion ist alles andere als eine Kleinigkeit.
Leonardo da Vinci
Es gibt gefühlt tausend Videos wie man Torten macht. Der Trend geht ja jetzt schon länger zu diesen Zylinderförmigen Torten – es gibt wirklich, wirklich tolle Schätzchen darunter aber Zylinder und ich werden keine Freunde 🙂 .
Mein kleiner Elefant hier besteht im Grunde aus 2 runden Torten-Teilen. Man kann sie beliebig füllen, solange man dafür sorgt, dass die Creme nicht sichtbar ist, sonst zerläuft der Fondant. Dazu erzähl ich euch weiter unten aber mehr. Das erste was ich immer vorbereite, sind natürlich die Dinge, die trocknen müssen und die Ganache natürlich.
Hier seht ihr die vorbereiteten Augen, Ohren, Füße und den Rüssel. Ich habe alles knapp eine Woche trocknen lassen.
Sobald alles trocken ist, geht’s ans Backen 🙂 .
So viele Wege führen nach Rom aber keiner mag einen trockenen Kuchen, das heißt natürlich, dass du dir die Zeit gut einteilen musst und wenn du mal begonnen hast lässt sich die Sanduhr auch kaum aufhalten.
Eines meiner liebsten Schokokuchenrezepte ist neben dem klassischen Sacherrezept ein ganz einfaches:
200 g Zucker 230 g Mehl 10 Eiweiß 6 Eigelb 2 EL Vanillezucker 3 EL Backkakao Salz & Zitroneschale
Die Hälfte vom Zucker mit dem Eigelb so lange aufschlagen, bis das Eigelb sich von Volumen verdoppelt hat. Den restlichen Zucker mit dem Eiweiß zu einem festen Schnee aufschlagen. Das Mehl, den Kakao, Salz und Zitrone miteinander versieben und zusammen mit dem Eischnee abwechselnd unter das Eigelb heben.
Da ich zwei Halbkugeln daraus schneiden muss habe ich das Rezept mal 4 genommen. Die Masse habe ich auf zwei Backbleche gestrichen und bei 200 °C ca. 20 Minuten gebacken.
Und jetzt geht´s ans eingemachte:
Für den Körper des Elefanten braucht man zwei verschieden große Schüsseln. Die Schüsseln mit einer Frischhaltefolie auslegen und dann den Kuchen“fleck“ der Länge nach in gleichmäßige Scheiben schneiden und beide Schüsseln damit auslegen. Die Fugen gerne jetzt schon mit Ganache ausstreichen, um zu verhindert, dass sich etwas auf den Weg nach außen und einem dann beim Eindecken das Leben schwer macht.. 🙂 🙂 .
Nun zur Füllung/ Creme (bei mir auf Topfenbasis):
500 g Topfen 250 g geschlagenes Obers 4 Blatt Gelantine 30 g brauner Zucker Zitrone und Himbeeren
Alles miteinender vermengen.
Die fertige Creme schichtweise in die runden Schüsseln geben und mit einer Kuchenschicht verschliessen. Auch hier die Fugen mit Ganache schließen alles für 3 bis 4 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.
Nun werden die Kugeln gestürzt und mit Ganche eingestrichen.
Prinzipiell lassen sich alle Torten mit Fondant überziehen, am besten eignen sich „trockene“ Torten die mit Marmelade, Ganache oder Buttercreme versiegelt wurden. (Bei den Konditoren nennt sich das „die Krume versiegeln“)
Bei „feuchten“ Torten die beispielsweise mit Früchten, Fruchtcreme oder Schlagobers gefüllt sind ist es etwas schwieriger. Hier wird mit einer gleichmäßigen Schicht Ganache der Fondant von der Torte getrennt. Fondant sollte in jedem Fall auf trockene und stabile Flächen aufgebracht werden da er sich sonst aufweicht, bei instabilen und weichen Oberflächen wird er aufreißen oder wegschmelzen. Beides eine unschöne Sache.
Je glatter und bröselfreier der Körper eingestrichen ist um so schöner sitzt der Fondant später.
Man kann den Fondant selber machen oder auch kaufen, denn diese sind meistens auch schön zu verarbeiten und auch etwas geduldiger mit ungeübten Menschen- wie mir… 🙂
Ihr seht auf dem Foto (unten) ganz gut, wenn ihr zu viel Stärke in den Teig einarbeitet, dann beginnt er zu brechen. Da ich Lebensmittel aber nur ungern verschwende, habe ich mich entschlossen es so zu lassen wie es ist.
Ihr rollt den Fondant so groß aus, dass er gut über die Kugel passt und legt ihn dann von der Mitte aus – vorsichtig – über die Kugel und streicht ihn entweder mit der sauberen Hand oder einem Küchentuch glatt. Man kann – wer eines zu Hause hat – auch einen Fondantbügler verwenden. Ist ein nettes Tool, das einem gelegentlich sehr gute Dienste erweist.
Bei der zweiten Kugel macht ihr genau das selbe und dann könnt ihr sie schon auf die Tortenplatte umsetzen. Wenn die Ohren, Augen und der Rüssel schon trocken sind könnt ihr mit eurem selbstgemachten Zuckerkleber die Einzelteile auf den Kopf des Elefanten kleben.
Man kann die Torte am Ende auch mit Wasserdampf abglänzen muss aber unbedingt aufpassen, dass man keine Wasserflecken auf dem Fondant hinterlässt.
denn erstens weiß man ja nie wirklich was in den Fertigprodukten enthalten ist und zweitens ist es so gesehen auch viel zu teuer -wenn man die Zutaten quasi immer zu Hause hat dafür.
. Auch wenn einige Hersteller felsenfest davon überzeugt sind, dass man nur mit ihrem Produkt kleben kann, habe ich mit meinem Kleber noch immer alles felsenfest befestigen können.
Rezept:
2 Teile Zucker z.B. 20 Gramm 1 Teil Wasser z.B. 10 Gramm
Zucker und Wasser im Wasserbad unter rühren aufkochen, bis es eine sämige leicht durchsichtige Masse ergibt.
Nun stellt ihr das Zuckerwasser für etwa 2 Stunden zum Abkühlen in den Kühlschrank und schon ist er fertig.
Füllt ihn luftdicht verschlossen in ein sauberes Marmeladenglas, o. ä. und verwahrt ihn im Kühlschrank.
So könnt ihr ihn immer wieder verwenden und das gut gerne für die nächsten 8 Wochen.
Das Pastel de Nata -Plural: Pasteis de Nata ist im Raum Lissabon als Pastel de Belém bekannt – und man sagt, dass sie auch von dort kommen. Vor Hunderten von Jahren haben dort ansässige Mönche das Rezept dafür „erfunden“ und es später an den Nachbarn ihres Klosters verkauft – eine Zuckerfabrik – das erklärt im übrigen auch den hohen Zuckergehalt dieser Speise 🙂 .
Und so wundert es kaum einen, dass die Original „Pasteis de Belem“ auch heute noch ein Highlight bei jedem Lissabon-Besuch sind. Nicht nur für Touristen.
Aber was ist drin?
Ich würde lügen wenn ich schreibe, dass dies das Originalrezept ist, denn dieses ist bis heute geheim. Obwohl sich in diversen Kochbüchern und Kochshows zahlreiche Rezepte finden, so kommt wohl keines zu 100% an das Original heran.
Im Grunde ist es ein Blätterteig-Pudding-Törtchen.
In ein mit Blätterteig ausgelegtes Förmchen kommt eine Füllung, die im Wesentlichen aus einem Milchpudding plus Eigelb besteht. Hört sich einfach an, perfekt zum selber backen ist es auch. Vor allem, wenn man fertigen Blätterteig nimmt. Was übrigens auch keine Schande ist, denn Blätterteig selber machen ist eine sehr aufwendige Angelegenheit.
Zubereitungszeit: 37 min Anzahl: 24 Stück
Zutaten für 24 Stück
500 g Blätterteig
aufgetaut
500 ml Milch
Vollmilch / ich nehme gerne Vanillemilch
60 g Mehl
Weizenmehl W 700 oder Dinkelmehl Typ 700
200 g Zucker*
idealerweise feiner, brauner Zucker
250 ml Wasser
1 Zimtstange
Schale einer Zitrone
möglichst große Stücke, wird am Ende wieder rausgefischt
7 Eigelb
oder 6 von größeren Eiern
*Die Portugiesen mögen es sehr süß! Nach einigen Testläufen bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass 200 g Zucker statt 500g für unsere Bedürfnisse völlig ausreichend sind.
Die Förmchen mit dem Blätterteig dünn auslegen, bis ganz hoch an den Rand und auf ein Backblech stellen.
Das Mehl und etwas Milch in einen kleinen Topf geben, mit dem Schneebesen gut verrühren. Den Rest der Milch in einen weiteren Topf geben, die Zitronenschale und Zimtstange hinzu geben. Sobald die Milch aufkocht, das Mehl-Milch-Gemisch unterrühren. Unter ständigem Rühren köcheln lassen, bis es eine puddingähnliche Konsistenz hat.
Den Zucker und das Wasser in einem Topf aufkochen bis es etwas eingekocht ist. Die Zuckerlösung langsam in die Puddingmasse einrühren.
Die Puddingmasse durchsieben, sodass keine Klumpen zurückbleiben. Das Eigelb in die ausgekühlte Masse rühren. Nun die Puddingmasse zu 3/4 in die Förmchen füllen und bei 250 °C ca. 17 Minuten backen.
Alles was man Essen kann bringt irgendwo immer eine Geschichte mit sich. Manchmal hat man eine lückenlose Überlieferung zur Verfügung und manchmal meint man ein Märchen von den Gebrüder Grimm zu lesen. Heute öffnen wir mal wieder das Märchenbuch 🙂
Es wird sich erzählt, das die Form der Kipferl an den türkischen Halbmond erinnert und es nur aus purem Hohn entstanden sei. Das ist aber nicht nachweisbar. Da die Kipferl in einer Urkunde im 12. Jahrhundert erwähnt wurden und viel später im 17. Jahrhundert in einer Bäckerei in Mödling.
„Heunt hat Hr Viechtl durch den Feringer dem Hr Markt Richter und Einem Ehr(samen) Rath Erindern laß(en), das Ihro Maye(stät) die Römische Kayserin schon Etlich mahl und heunt widerumb Umb Mödlinger Kipfl einen reüttend Poth heraus geschickt, man kunte aber nichts hab(en), oder sye syn zimblich schwarz, wolle also Ein löbl. Magistrat dahin geh(en), und die beken darzuo anhalt(en), damit der Mödlinger Ruhm erhalten werde.“
– Das Mödlinger Kipferl aus dem Archiv der Stadt Mödling, Band 9/4 fol. 72, Sessio 15. Juni 1699
Dabei bezieht sich die Bezeichnung Römische Kayserin auf Eleonore Magdalene von Pfalz-Neuburg, die Mutter von Joseph I. und Karl VI.
Durch Marie Antoinette, eine Tochter der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, kam die Halbmondform der Kipferl angeblich im 18. Jahrhundert nach Frankreich. Sie wurden jedoch aus Hefeteig hergestellt und nach der Sichelform des zunehmenden Mondes – croissant de lune – umbenannt. Erst Ende des 19. Jahrhunderts kam in Frankreich das heutige Croissant aus Plunderteig auf.
500 g Dinkelmehl 150 g Milch 100 g Wasser 30 g Butter 10 g Salz 10 g Bäckermalz 6 g frische Germ
In etwas Milch mit einer Prise Zucker die Germ auflösen und 10 Minuten arbeiten lassen.
Milch, Wasser, Butter, Salz und Bäckermalz miteinander vermischen.
Alle Zutaten miteinander vermengen und ca. 15 Minuten kneten. Der Teig sollte sich von der Schüssel lösen.
12 Stunden kalte Teigruhe bei 5°C im Kühlschrank. 1,5 h bei Raumtemperatur akklimatisieren.
Den Teig in 80g schwere Teiglinge teilen und 20 Minuten ruhen lassen. Die Teiglinge in ovale Platten ausrollen und die einzelnen „Stücke“ jetzt von der breiten zur schmalen Seite hin aufrollen und zu Kipferl formen und weitere 45 Minuten gehen lassen.
Den Backofen auf 200 °C mit einer Schüssel Wasser vorheitzen und die, mit Wasser, besprühten Kipferl für 20 Minuten backen.
Ein Wörterbuch aus 1837 übersetzte die Baguette mit „Spießrute“. Und mal ganz ehrlich manchmal ist es ein Spießrutenlauf bis man zufrieden ist mit seinem Produkt.
Während der Revolution erfreuten sich neben den Kugelbroten (boules), (boulangerie für die Bäckerei) auch Flöten (flûtes) großer Berühmtheit, die bereits als Vorgängerin anzusehen ist.
Wie so oft in der kulinarischen Geschichte mischt Österreich und in diesem Fall ganz speziell Wien wieder ein bisschen mit – sagt man. Der Wiener August Zang gründete ca. 1839 in Paris die boulangerie viennoise – die „Wiener Bäckerei“ – in der rue de Richelieu.
Aus dem Kipferl soll er angeblich auch das Croissant entwickelt haben, Baguettes verkaufte er ab 1840 als pain viennois- „Wiener Brot“ . Auch dem Ingenieur Bienvenüe wird die Erfindung der Baguette zugeschrieben. Eine andere Überlieferung verweist auf einen Polen, der in Paris eine lange Teigführung mit einem speziellen Hefevorteig (poolish) entwickelt hat, die heute noch bei der Baguette-Herstellung Anwendung findet.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts eroberte das Baguette den Pariser Markt, mit Beginn des 20. Jahrhunderts breitete es sich in allen Städten Frankreichs aus. Und im Jahre 2020 habe ich meine ersten Versuche in Sachen Baguette gestartet und ich kann euch sagen, der Weg war wortwörtlich schwer, denn ich habe so einige Steine gebacken.
Ihr braucht: 500 g Dinkelmehl 150 g Naturjoghurt 200 g Wasser 7 g Brotgewürz ( wenn man möchte) 10 g Germ frisch 7 g Zucker 12 g Salz 6 g Bäckermalz 21 g Olivenöl
Die Germ und etwas Zucker mit Wasser vermischen und ca. 10 Minuten stehen lassen. Naturjoghurt, Wasser, Zucker, Gewürz, Salz, Öl, und das Malz in eine Schüssel wiegenund gut miteinander vermischen.
Das Mehl dazu geben und 14 Minuten, langsam, zu einem glatten Teig kneten bis er sich von der Schüssel löst. Zum Abschluss noch zusätzliche 4 Minuten schnell kneten.
Abgedeckt, 4 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen und dann gut dehnen und falten. Den Teig nach weiteren 2 Stunden in 3 bis 4 gleichschwere Teile teilen.
Die Teiglinge von innen nach außen rollen und in ein Baguetteblech setzen. Ein in Falten gelegtes Tuch erfüllt den Zweck im Übrigen auch genauso gut. Nochmal 30 Minuten gehen lassen und dann einschneiden.
Heizt euren Backofen auf 250°C auf Oben & Unterhitze und stellt ein tiefes mit Wasser gefülltest Gefäß hinein, sodass sich Wasserdampf bilden kann.
Die ersten 10 Minuten backt ihr bei 250°C mit Wasserdampf und dann nehmt ihr die Schüssel raus und reduziert auf 200°C für weitere 20 Minuten.
Es ist kein Brot, aber auch keine Brioche und eigentlich ist es kein original Challah 😀
In der jüdischen Kultur und Religion hat das geflochtene Brot Challah einen ganz wichtigen und festen Platz. Und Hand aufs Herz.. ich kann´s verstehen.
Das Zopfbrot sieht nicht nur wahnsinnig appetitlich aus, es ist auch reichhaltig und saftig wie ein dichter Stuten und es würde theoretisch mehrere Tage ohne Probleme halten. Es passt sowohl zu herzhaften als auch zu süßen Speisen und ist geradezu perfekt für dick belegte Sandwiches.
Außerdem ist das jüdische Hefebrot mit seiner kurzen Backzeit wirklich ganz einfach in der Herstellung gerade für Vielbeschäftigte die aber gerne selbst gebackenes Brot haben möchten.
270 g Weizenmehl 330 g Dinkelmehl 15 g Salz 6 g Trockenhefe oder 12 g frische Germ 267 g warmes Wasser 40 g brauner Zucker 2 große Eier 1 Eigelb 20 g Öl
Wenn ihr Trockenhefe verwenden möchtet habe ich einen kleinen Tipp für euch und zwar: Nehmt etwas von dem Wasser und Zucker weg und verrührt es mit der Germ, wartet 10 Minuten. Wenn sich auf der Flüssigkeit ein weißer Schaum bildet, dann steht dem Backvergnügen nichts mehr im Wege 😉
Alle Zutaten auswiegen und zu einem ebenmässigen Teig verkneten. Lasst den Teig mindestens 4 Stunden ruhen.
Zwischenzeitlich stellt ihr die Fülle her. Grundsätzlich könnt ihr den Zopf mit allem füllen wonach euch der Sinn steht.
Fülle
150 g Grana Padano 50 g Kräuterpürree 5 g Knoblauchpürree 100 g Butter, schaumig geschlagen
in einen Spritzbeutel geben und etwas kalt stellen.
Den Teig in gleichschwere Kugel teilen und sie auf ca. 20 cm länge ausrollen und flachdrücken. Die Fülle mittig hineinspritzen und dann wieder verschliessen.
Ich hab es tatsächlich mit 6 Strängen probiert und bin durcheinander gekommen. Das Ergebnis kann sich zwar auch sehen lassen, aber einen Flechtkunstpreis werde ich damit nicht gewinnen 🙂 😀
Lasst den Zopf noch weitere 30 Minuten stehen und pinselt ihn mit dem übrigen Eiweiss ein. Bei 180°C für ca 25-30 Minuten backen.
„Wir haben im Brot ein Werkzeug menschlicher Gemeinschaft kennen gelernt, um des Brotes willen, das gemeinsam gebrochen wird. Der Geschmack des geteilten Brotes hat nicht seinesgleichen. ~Antoine de Saint-Exupèry*~
Ein Brot, dass all die Komponenten verbindet die ich gerne mag. Nüsse, Trauben und Roggenmehl.
Die gute Nachricht ist, dass Walnüsse richtig gesund sind, obwohl sie eigentlich richtige Kalorienbomben sind. Aber es ist wie überall… die Menge macht’s 🙂
Wusstest du, dass schon 50 g Walnüsse den kompletten Tagesbedarf eines Erwachsenen an Omega 3, einer als besonders gesund geltenden Fettsäure deckt? Damit enthalten sie mehr Omega 3 als beispielsweise Lachs, der ebenfalls viele gesunde Fettsäuren enthält. Auch geizt die Walnuss nicht mit der wichtigen, mehrfach ungesättigten Linolsäure. Zudem liefern Walnüsse Kalium, Magnesium, Zink, Eisen und Kalzium 🙂
Also durch und durch ein Vitaminbömbchen! 450 g Weizenmehl W700 115 g Roggenvollkornmehl 171 g Wasser 200 g roter Traubensaft 12 g Salz 12 g Pflanzenöl 145 g Walnusskerne, zerdrückt 17 g Weizensauerteig
Wasser, Saft, Öl und Salz gut miteinander verrühren. Die trockenen Zutaten einwiegen und verrühren.
Entweder du mischst alles per Hand und knetest es bis du eine einheitliche Masse erhälst und sich der Teig dünn nach oben ziehen lässt ohne zu reißen, oder du lässt das die Knetmaschine machen. Hier empfiehlt es sich aber die Teigprobe öfters zu machen, denn wenn du den Teig überknetest dann wirst du unglaublich gut riechende Backsteine erhalten.
24 Stunden Teigruhe und alle 4 bis 8 Stunden und 13 bis 18 Stunden den Teig dehnen und falten.
Nach der Ruhzeit den Teig vorsichtig zu einer Kugel formen, sodass die Luft enthalten bleibt. Und eine weitere Stunde während das Backrohr mit dem Gusseisenentopf bei 250C° aufheizt, gut abgedeckt stehen lassen.
Die Temperatur auf 230C° senken und für 30 Minuten mit Deckel und für weitere 15 Minuten ohne Deckel backen. Wie immer nach dem Backen, erst auskühlen lassen und dann reinbeißen 😛
Ein Nussbrot gehört für mich einfach ab und an zu einem gelungen Familienfrühstück 🙂
Ach du liebe Not… ich hab es mir viele Wochen lang vorgenommen und trotzdem habe ich es immer wieder hinaus geschoben und vorgestern war ich motiviert und mutig genug und habe es endlich gewagt und hier ist es eine Kombination aus 2 Sauerteigen zur Lockerung, 3 Mehlsorten und 6 verschiedenen Körner.
350 g Körnerkochstück* 370 g Weizenmehl 50 g Dinkelmehl 180 g Roggenvollkornmehl 380 g Wasser 13 g Salz 3 g Roggensaugerteig 5 g Weizensauerteig
Das Körnerkochstück so vorbereiten, dass es Raumtemperatur hat, wenn ihr es am selben Tag gekocht habt.
Alle Zutaten abwiegen und am liebsten per Hand zu einem schönen Teig zusammenmischen.
Wasser und Salz mischen bevor ihr es ins Mehl einarbeitet.
24 Stunden Teigruhe und nach 4 Stunden und 14 Stunden dehnen und falten.
Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche stürzen und vorsichtig zu einer Kugel formen.
Dann 1 Stunde im Gärkörbchen ruhen lassen und bei 250°C Grad den Gußeisenentopf aufheizen.
Die Temperatur auf 230°C reduzieren und mit Deckel für 30 Minuten und weitere 15 Minuten ohne Deckel backen.